Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Interessierte,

mit diesem Blog wollen wir als Gewerkschaft ver.di euch / Sie über aktuelle Vorgänge beim Baur-Versand Burgkunstadt transparent und schnell informieren und euch / Ihnen Gelegenheit geben, sich zu äußern.Wir haben uns für diese Informationsverbreitung aus unterschiedlichen Gründen entschieden: Zum einen seid ihr / sind Sie so nicht mehr auf Gerüchte angewiesen, die ja alltäglich aufkommen, zum anderen kommen über diesen Kanal Informationen aus erster Hand blitzschnell zu Euch / Ihnen nach Hause. Wir werden unser Bestes geben, so aktuell wie möglich, und so ausführlich wie nötig zu informieren. Gerne könnt ihr Euch / können Sie sich durch Kommentare einbringen. Zensur wird unsererseits bei Einträgen ausgeübt, die offensichtliich unfair sind, klar die Unwahrheit verbreiten oder ins Niveaulose abgleiten.Wir wünschen uns und euch / Ihnen viel Spaß beim Lesen und Schreiben und Kommentieren.
Euer / Ihr ver.di-Blog-Team

Freitag, 10. Juni 2016

Sicherheit und Vorteile für ver.di-Mitglieder in der BFS


Gegen soziale Ungerechtigkeit









In der heutigen Frühmesse in der Domus Sanctae Marthae richtete Papst Franziskus einen energischen Aufruf zu gerechten Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt und zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit den Gütern. Hatte sich der Papst in der gestrigen Audienz mit der Parabel über Lazarus mit dem Reichen befasst, der den armen Lazarus vor seiner Tür gar nicht erst bemerkt, wandte er sich heute ausgehend vom Tagesevaneglium den Reichen zu, die sich auf Kosten der Armen bereichern und sie ausbeuten.
Reichtum an sich bezeichnete Papst Franziskus als gut. Falsch hingegen sei die Annahme, den eigenen Reichtum als Bestätigung für Gottes Gunst zu betrachten. Damit richtete sich der Papst gegen das sog. Wohlstandsevangelium und erinnerte daran, man könne nicht dem Geld und Gott gleichzeitig dienen.
Papst Franziskus verurteilte scharf die Reichen, die die Arbeiter und Angestellten ausbeuten und sie zu Sklaven machen. In der ganzen Welt geschehe das. Der Papst führte als Beispiel einen Arbeitnehmer an, der einen Vertrag von September bis Juni erhält, allerdings ohne Rentenbeiträge und Krankenversicherung. Im Juni und Juli bleibe der Arbeitnehmer ohne Verdienst und müsse von Luft leben; erst im September erhalte er wieder einen Vertrag. „Die sich so verhalten, sind wahre Blutsauger und leben vom Aderlass der Menschen, die sie zu Sklaven der Arbeit machen.“
Papst Franziskus berichtete von einem weiteren Fall: Einer jungen Frau war ein Arbeitsplatz angeboten worden, elf Stunden für 650 Euro schwarz. „Wenn es dir zusagt, nimm an, wenn nicht, geh. Es gibt andere, hinter dir ist eine Schlange!“ Die Ausbeutung der Menschen in unserer Gesellschaft bezeichnete der Papst als „eine wahre Sklaverei“, von der wir glaubten es gebe sie heute nicht mehr. „Aber es gibt sie in unseren Städten.“
Papst Franzisku nahm Bezug auf die gestrige Generalaudienz und zeigte den Unterschied zwischen dem Reichen in der Parabel und den Ausbeutern auf. Der Reiche in der Parabel habe den armen Lazarus und seine Not nicht bemerkt, die Ausbeuter aber bereicherten sich auf Kosten der Armen, sie lebten vom Blut der Menschen. „Und das ist eine Todsünde“, mahnte der Papst.
„Denken wir an dieses Drama von heute: die Ausbeutung der Menschen, das Blut der Menschen, das zu Sklaven wird, die Menschenhändler und nicht nur diejenigen, die Prostituierte und Kinder für Kinderarbeit handeln, sondern der Handel – sagen wir – ‚in zivilisierter Form‘: Ich bezahle dich soweit, ohne Ferien, ohne Krankenversicherung, ohne … alles in Schwarzarbeit … aber ich werde reich!“ Papst Franziskus stellte abschließend fest, ein Glas Wasser im Namen Christi habe mehr Bedeutung als alle mit der Ausbeutung der Menschen angehäuften Reichtümer.


Donnerstag, 9. Juni 2016

Kolumbien unter Druck

Auch Kolumbien hat schon einige Freihandelsabkommen abgeschlossen. Wie sich diese nach einigen Jahren auswirken, kann man hier erfahren.

Dienstag, 24. Mai 2016

Vorsicht - Union Busting!

Immer häufiger kommt es unter anderem auch in Deutschland vor, dass Betriebsräten und Gewerkschaftsmitgliedern das Leben schwer gemacht wird.
Mehr darüber erfahren kann man auf dieser Internetseite:
https://aktion.arbeitsunrecht.de/

Und am Beispiel Playmobil:
http://arbeitsunrecht.de/playmobil-union-busting-in-franken/#more-8263

Und am Beispiel Brose:
https://www.dgbrechtsschutz.de/fuer/betriebsraete/brose-setzt-sich-ueber-gerichtliche-entscheidung-hinweg/
http://www.genios.de/presse-archiv/artikel/NPC/20160220/teilerfolg-fuer-brose-betriebsraeti/A66451846.html
http://www.infranken.de/regional/coburg/Kein-Hausverbot-gegen-Coburger-Betriebsraetin;art214,1317383
Die Betriebsrätin darf nun das Betriebsgelände wieder betreten. Aber unter schikanösen Auflagen seitens des Unternehmens. Das steht einem renomiertem Unternehmen gar nicht gut zu Gesicht!

Donnerstag, 28. April 2016

Kommen Sie doch mal in mein Büro ...

Sie werden von ihrer Führungskraft zu einem Gespräch gebeten.
Wird Ihnen der Grund des Gesprächs mitgeteilt?
Wenn es sich um ein Personalgespräch handelt, bereiten Sie sich auf das Gespräch vor.
Einige Tipps dazu finden Sie hier.

Donnerstag, 17. März 2016

Lärm am Arbeitsplatz?


Lärm am Arbeitsplatz stört. Und kann krank machen.
Deshalb müssen in vielen Betrieben Lärmpegelmessungen vorgenommen werden.

Seit einiger Zeit gibt es kostenlose und einfach zu handhabende Apps, mit denen man diese Messungen auch selbst durchführen kann. Eine Suche im Internet kann sich also durchaus lohnen, damit man mit Hilfe seines Handys seine subjektiven Eindrücke mit konkreten Daten abgleichen kann.

Diese Messungen ersetzen zwar keine profesionellen Messungen, liefern aber für eine erste Einschätzung recht brauchbare Ergebnisse.

Hier ein paar Beispiel-Apps:

http://beste-apps.chip.de/ios/app/decibel-ultra-iphone-ipad-app,410139517/
 
http://www.trendlupe.de/decibel-ultra-app-lautstaerkepegelmessung/

 
http://www.dev-apps.de/Decibel-Ultra-AnleitungDeuV21w.pdf

Montag, 7. März 2016

Bayerische Sonntagsallianz entsetzt über die rechtswidrige Zunahme der Sonntagsarbeit in Bayern



München, 3. März 2016
Schon Tradition hat der 3.März als „Internationaler Tag des freien Sonntags“ in Bayern. Die „Allianz für den freien Sonntag“ fordert nachdrücklich einen besseren Schutz für den arbeitsfreien Sonntag.
„Heute vor genau 1695 Jahren wurde unter Kaiser Konstantin zum ersten Mal ein Gesetz erlassen, das den Sonntag zum Staatsfeiertag erklärt. In unseren Tagen aber wird der Sonntag zunehmend zur Disposition gestellt. Das beweist unter anderem die Statistik, die aktuell einen Anstieg der Sonntagsarbeitenden auf 27 % der Erwerbsbevölkerung feststellt. Deshalb sind unsere 50 regionalen Sonntagsallianzen in Bayern wichtiger denn je.“ Erklärt Betriebsseelsorger Erwin Helmer in München.
Für die Gewerkschaft ver.di, Fachbereich Handel nimmt Fachbereichsleiter Hubert Thiermeyer Stellung:„Trotz grundgesetzlichem Sonntagsschutz verzeichnen wir in Bayern einen Anstieg der verkaufsoffenen Sonntage auf mehr als 2 000 im Jahr. Dabei nehmen rechtswidrige Sonntagsöffnungen, die vor allem auch gegen die jüngste Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts verstoßen, dramatisch zu. Ein weiteres Negativbeispiel ist die Stadt München, die trotz gegenteiliger Äußerungen nun doch den verkaufsoffenen Sonntag zum Stadtgründungsfest für alle Zukunft durchführen will. Wir gehen auch juristisch dagegen vor.“
Ute Meier vom evangelischen „Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt“ betont, dass vor allem Frauen Sonntagsarbeit leisten müssen: „Vor allem Frauen im Dienstleistungsbereich tragen die Last der Sonntagsarbeit. Wir sollten uns immer neu überlegen, ob wir wirklich am Sonntag Dienste in Anspruch nehmen wollen, Arbeitnehmer haben ein Recht auf ihre Familien.“
Für den Landespräses der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), Charles Borg-Manche ist es ein Ärgernis, dass die Bundes- und Landespolitik noch keine neuen Regeln im Rahmen der sogenannten Bedarfsgewerbeverordnung erlassen hat: „Am 26.November 2014 hat das Bundesverwaltungsgericht die hessische Bedarfsgewerbeverordnung gekippt. Bayern hat die fast wortgleiche bayerische Verordnung. Damit muss der arbeitsfreie Sonntag auch in Callcentern, Wettbüros, Autowaschanlagen, Bibliotheken und weiteren Betrieben gelten.“
Werner von Hagen von der Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmer-fragen (afa): „Die Sonntagsallianzen in Bayern stehen bereit für weitere Aktionen und reagieren sofort auf neue Formen unnötiger Sonntagsarbeit. Manchmal müssen wir auch die Behörden erst aufwecken, weil diese kaum Überprüfungen durchführen und die Politik in dieser wichtigen Frage insgesamt eher passiv ist.“

Dienstag, 1. März 2016

Aufruf zur Flüchtlingsthematik



Geflüchtete: Herausforderung anpacken – Chancen nutzen
  • Deutschland ist reich. Europa ist reich. Wir brauchen keine Angst haben vor den Geflüchteten. Wir sagen den Regierungen: „Geld ist genug da. Mobilisiert es für uns alle!"
  • Den rechtskonservativen, rechtspopulistischen und rechtsextremen Scharfmachern rufen wir zu:  "Wir dulden keine Hetze, Hass und Ausgrenzung."
  • Allen rufen wir zu: „Wir halten zusammen: Gemeinsam für ein soziales, solidarisches und faires Deutschland und Europa. Refugees welcome."
Hunderttausende von Krieg, Elend, Verfolgung und Tod bedrohte Menschen flüchten zu uns. Sie werden von einer großen Mehrheit willkommen geheißen. Sie erleben mit den unzähligen, hochengagierten ehrenamtlichen Helfern und beteiligten Berufsgruppen großartige Solidarität. Sie erleben aber auch hier Ablehnung, Bedrohungen und Angriffe von Rechtspopulisten, Rechtsextremisten und Neonazis. Viele Bürger gehen diesen Extremisten auf den Leim, wenn sie skandieren „Das Boot ist voll". Sie gehen Demagogen auf den Leim, die sagen, es ist zu viel, Grenzen müssen geschlossen, Familiennachzug muss unterbunden werden. So schüren Demagogen  Angst vor Geflüchteten, bauen Hass auf und spalten die Gesellschaft.
Geflüchtete sind keine Bedrohung …..
Es ist ein Gebot der Menschlichkeit, unseres Grundgesetzes, der europäischen Grundrechtecharta und des Völkerrechts, verzweifelten Menschen und Familien in großer Not zu helfen. Die Geflüchteten mussten ihre Heimat wegen bitterer Armut, Verfolgung oder Krieg verlassen. Helfen wir ihnen, ein neues Leben zu beginnen, ein Leben in Sicherheit und mit Perspektive. Dies wird uns auch menschlich, sozial, kulturell und wirtschaftlich reicher machen. Wir sind eine Welt! Ja, das ist eine gewaltige Aufgabe und das kostet Geld. Viele Politiker sagen aber, wir hätten nicht genug Geld, die Schulden seien zu hoch, wir müssten sparen. Da kommt schnell der Ruf "Grenzen dicht machen". Das aber ist falsch.
Geld ist genug da
Die öffentlichen Haushalte haben einen Schuldenberg von 2.200 Milliarden Euro.Der
Reichtumsberg dagegen ist mit ca. 10.000 Milliarden Euro beinahe fünfmal größer als der Schuldenberg. Unser Land ist reich! Und unser Land ist gespalten. Denn immer mehr Bürgern geht es trotz positiver Wirtschaftsentwicklung nicht gut. Der Reichtumsberg ist nämlich extrem ungleich verteilt. Nur 10 Prozent der Bevölkerung ist im Besitz von 66 Prozent des Reichtumsberges. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung hat so gut wie gar kein Vermögen. Während viele Menschen mit harter Arbeit gerade ihren bescheidenen Wohlstand sichern, viele Menschen trotz harter Arbeit am unteren Limit leben oder arbeitslos sind, mehren die oberen 3 Prozent der Bevölkerung ihren Reichtum regelmäßig.

Da ist das Geld für die Finanzierung der gewaltigen Aufgabe! Ein Teil dieses Reichtums kann und muss genutzt werden, um
  • die Kosten für die Unterbringung und Integration der Geflüchteten sicher zu stellen,
  • mehr Personal für den erhöhten Arbeitsaufwand in den Verwaltungen einzustellen,
  • zugleich von Arbeitslosigkeit und Armut Betroffene stärker zu unterstützen,
  • bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen,
  • Arbeitsplätze  für alle zu schaffen,
  • ausreichende Kita-Plätze für alle zu sichern,
  • Kita und Schulen mit zusätzlichen Erzieher*innen und Lehrer*innen auszustatten
  • das Gesundheitssystem einschl. Altenpflege auszubauen,
  • Straßen, Schienen, Brücken zu sanieren
Wie geht das ?
Die Wiedereinführung der Vermögenssteuer würde 20 Mrd. Euro, eine gerechte Erbschaftssteuer 6 Mrd. Euro und eine angemessene Steuer auf Unternehmensgewinne (25% statt 15%)  immerhin 16,4 Mrd. Euro in die öffentlichen Kassen spülen. Das sind mehr als 42 Milliarden Euro jährlich. Ein europaweites Stopfen der Steueroasen für Steuerbetrug und -hinterziehung durch Konzerne und Reiche würde lt. EU- Parlament weitere 190 Mrd. Euro (davon 40 Mrd. für Deutschland) bringen. All dies macht die Reichen nicht arm. So können die vielen Geflüchteten menschenwürdig versorgt und integriert werden und zusätzlich die sozialen und ökonomischen Probleme wie zu wenig bezahlbarer Wohnraum, zu wenig Arbeitsplätze, zu wenig Kita-Plätze, zu viel Verfall öffentlicher Infrastruktur abgestellt werden.
Europa in die Verantwortung nehmen, Fluchtursachen bekämpfen
Gleichzeitig ist Europa als solidarische Gemeinschaft gefordert. Alle EU-Länder müssen
einen Beitrag zur Unterstützung der Geflüchteten leisten. Darüber hinaus müssen die Ursachen der Fluchtbewegungen abgestellt werden, denn Geflüchtete kommen nicht grundlos. Dazu gehört z.B. der Waffenhandel. Wir fordern: Stoppt die Waffenlieferungen in Krisengebiete. Und die Fluchtursachen müssen in den Krisenländern bekämpft werden. Die Länder in Asien und Afrika brauchen endlich eine faire, soldarische und die Eigenentwicklung fördernde Handels- und Entwicklungspolitik der EU und weltweit, damit nicht weiter Millionen kleinbäuerlicher Existenzen zerstört werden.
Erstunterzeichner:
Gewerkschaft ver.di - Bezirk Düsseldorf;
Flüchtlingsinitiative STAY!; Düsseldorf
attac Düsseldorf;
Altstadt-Armenküche;
DGB-Region-Düsseldorf-BergischLand;
DGB-Kreisverband Mettmann;
GEW-Düsseldorf;
NGG Region Düsseldorf Wuppertal;
EVG Ortsverband Düsseldorf;
IG Metall Düsseldorf-Neuss;
IG Bau Bezirksverband Düsseldorf;
IG BCE Bezirk Düsseldorf;
GdP Kreisgruppe Düsseldorf;
Die Linke Düsseldorf;
NaturFreunde Düsseldorf;
SoVD NRW;
Straßenmagazin fiftyfifty;
Volkssolidarität OG Ratingen;
Mosaik e.V.;
ZAKK e.V.;
Heinrich Heine Salon e.V.;


Weitere Unterzeichner
:

Organsiationen:
ver.di-Bezirk Bochum
ver.di Bezirk Rhein-Wupper
SJD – Die Falken, KV Düsseldorf
Rechtsanwaltsbüro Bell & Windirsch, Düsseldorf
Bündnis UmFairteilen, Dortmund
ver.di-Bezirk Siegen-Olpe
NaturFreunde Herford
Betriebsgruppe DTTS AcDnMgbh,
ver.di-Bezirk Linker Niederrhein
ver.di-Bezirk Köln
ver.di-Bezirk München & Region
Personen:
Claudia Wörmann-Adam, Betriebsratsvorsitzende Koelnmesse
Stephanie Peifer, ver.di-Bezirksgeschäftsführerin Düsseldorf
Stefan Wittstock, Vorsitzender ver.di-Bezirksvorstand Düsseldorf
Uwe Foullong, stellv. ver.di-Bezirksgeschäftsführer Düsseldorf
Klaus Schwieca, ver.di-Gewerkschaftssekretär, Düsseldorf
Heinrich Birner, München
Falk Mikosch, Landessprecher VVN-BdA NRW
Dr. Axel Troost, Mitglied des Bundestages
Prof. Mechthild Schrooten, Universität Bremen
Stefan Bell
Regine Windirsch
Siggy Britschgi
Steffi Dach
Wiebke Haferkamp
Christa Albers
Ingo Schade
Willi Oberländer, Leverkusen
Sascha Samadi, Ratingen
Wiebke Samadi
Helmut Born, Düsseldorf
Martin Hinzpeter, Düsseldorf
Miriam Wolf, Gewerkschaftssekretärin, Herford
Sibel Tekin, Gewerkschaftssekretärin, Düsseldorf
Sina Alya Wunderlich, Gewerkschaftssekretärin, Köln
Sandra Langenbach,
Ilona Windheuser, Oberhausen
Elke Wackernagel, Düsseldorf
Beate Ebbing, Essen

Montag, 18. Januar 2016

Die Gemüter kochen hoch

Reicht es nicht, dass, wie in der letzten Betriebsversammlung bereits angekündigt, im Kundendialog in Burgkunstadt die Arbeitsfläche pro Mitarbeiter deutlich verringert wird? 
Im Hochhaus werden die Beschäftigten - wie man hört - statt wie bisher auf fünf Etagen seit einigen Wochen auf drei Etagen "zusammen gepfercht". Wie da die gesetzlichen Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung eingehalten werden können, bleibt noch abzuwarten. Es wird zwar anscheinend einiges versucht, die räumlichen Bedingungen zu verbessern. Ob das letztendlich reichen wird, wird die hoffentlich nahe Zukunft zeigen.

Aber jetzt werden für etliche Beschäftigte auch noch die Arbeitszeiten verändert, sprich die Randzeiten ausgeweitet. Dass man auf die Markterfordernisse reagiert, ist nachvollziehbar. Aber die Umsetzung lässt offensichtlich zu wünschen übrig. Vor allem die Kurzfristigkeit der Ankündigung scheint den Beschäftigten Probleme zu bereiten. Und dass sich auch ein Arbeitgeber an bestehende Arbeitsverträge zu halten hat, scheint nur nebensächlich gewesen zu sein. Wie sollen sich da die Betroffenen angemessen auf die neuen Anforderungen einstellen können? Und das noch dazu über den Jahreswechsel hinweg.

Durch solche Aktionen, egal, ob "Menschenverdichtung" oder deutliche Ausweitung der Arbeitszeiten, wird sich das Betriebsklima kaum zum Besseren wenden. Dazu müsste man den Menschen mehr in den Mittelpunkt des Handelns stellen und nicht nur den Profit. Denn der notwendige Profit wird kommen, wenn sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wohl verstanden, wertgeschätzt und gut aufgehoben fühlen.

Also bitte etwas mehr an die Menschen denken. Nicht nur, was sehr wichtig ist, an die Kunden und die Auftraggeber, sondern auch an die, die das Geld für das Unternehmen verdienen, nämlich die Beschäftigten der BFS.